Wir erzählen eine Geschichte über die achtziger Jahre und die Faszination, die
Tennis auf unser Land ausgeübt hat, seit dem Urknall am 07.07.1985. Als 17-Jähriger
gewann Boris Becker das wichtigste Tennisturnier der Welt. Über Nacht wurde der jüngste
Wimbledon-Sieger aller Zeiten zum Volkshelden, zum "Siebzehnjährigsten aller Deutschen".
Bundespräsident Richard von Weizsäcker drückte sich vornehm aus: "Sie haben für die große
Überraschung dieses Sommers gesorgt." Vielleicht glaubte er wirklich nur an "eine Überraschung."

An etwas, das einmalig bleiben würde. Er konnte nicht ahnen, was uns
bevorstand: Bis zum Sommer 1999 - als Becker mit einem "Es war Zeit zu gehen" in Wimbledon
abtrat - nahm eine der größten Erfolgsgeschichten im Sport ihren Lauf. Kinder strömten in die
Tennisvereine, die einen bis heute unvergleichlichen Boom erlebten. Bürgermeister setzten
Sandplätze mitten auf Obstwiesen. Eltern staffierten ihre Kinder mit Schlägern, Agassi-Hosen
und Schweißbändern aus und schickten sie auf den Platz.

Heute stehen diese Plätze leer. Moosbedeckt und brüchig vegetieren sie vor sich hin, an den
Ausfallstraßen, den Waldrändern und den Sportanlagen der Städte und Gemeinden. Sportheimterrassen,
auf denen sich braungebrannte, weiß bekleidete Spieler unter Langnese-Sonneschirmen neben
stolzen Müttern und fotografierenden Vätern aufreihten, verschwinden heute unter heruntergekommenen
Gartenmöbeln und Pfützen. Das Weiß ist schmutzig geworden.


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